Jul 21
Jul 21
ÖKO-TEST-Magazin Juni 2008
Industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung gilt als erste Wahl für nicht gestillte Kinder. Jetzt zeigte eine aktuelle Untersuchung des Frankfurter ÖKO-TEST-Magazins, dass alle Testprodukte hoch mit einem neuen Fettschadstoff belastet sind. Überprüft wurden insgesamt 23 Muttermilchersatzprodukte der führenden Anbieter im konventionellen sowie im Bio-Bereich. Die vollständigen Testergebnisse sind in der aktuellen Juni-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins veröffentlicht.
3-MCPD-Fettsäureester heißt die problematische Substanz. Der Schadstoff
mit dem unaussprechlichen Namen entsteht bei der Raffination von Pflanzenölen und -fetten. Und da auch Säuglingsmilch raffinierte pflanzliche Öle enthält, ist sie hoch belastet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte schon im April nach einer ÖKO-TEST-Untersuchung von belasteter Margarine und Ölen “unmittelbaren Handlungsbedarf” zur Verringerung des 3-MCPD-Gehaltes angemahnt.
Bei Muttermilchersatz gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den untersuchten Marken. Eltern sollten auf jeden Fall zu den weniger belasteten Marken greifen. Besser aber ist es, wenn Kinder volle sechs Monate lang gestillt werden. Das empfiehlt die WHO schon seit langem, leider ist aber die Stillquote in Deutschland recht gering: Nur 22,4 Prozent aller Kinder werden ein halbes Jahr lang voll gestillt.
Das sind die Produkte mit der geringsten Belastung -
Muttermilchersatz Pre:
Alete Anfangsmilch, Hipp Anfangsmilch, Humana Anfangsmilch, Milasan Säuglings-Milchnahrung
Muttermilchersatz:
Alete Anfangsmilch 1, Aptamil Anfangsmilch 1, Babylove Dauermilch Säuglingsmilchnahrung 1, Bebivita Anfangsmilch 1, Humana Dauermilch 1, Nestle Beba Anfangsmilch 1
Pressemeldung und Cover: oekotest.de